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Ausbildung für die vermeintlich schwachen unserer Gesellschaft

15.08.2006

Ausbildung für die vermeintlich schwachen unserer Gesellschaft

Sozialgruppe Kassel e.V. / Kasseler Werkstatt setzt zum Lehrjahresbeginn neue Maßstäbe für die Ausbildung behinderter und nicht behinderter Menschen

 

Trotz aller Bemühungen der Wirtschaft und Politik, die Suche nach einem Ausbildungsplatz gestaltet sich für Ausbildungswillige weiterhin schwieriginsbesondere für Menschen mit Behinderungen. Im Allgemeinen bedeutet dies für die meisten Betroffenen eine lebenslange Abhängigkeit von verschiedenen Sozialhilfeträgern. Das belastet nicht nur die Personen selbst, sondern auch die öffentlichen Kassen.

 

Die Sozialgruppe Kassel e.V. / Kasseler Werkstatt kennt diese Problematik seit Jahren und setzt zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres mit der Gründung eines Bildungsreferates Praxis orientierte Akzente gegen diesen Trend. Konzeptionelle Grundlage ist das Detmolder-Lernwege-Modell (DLM), einem erfolgreichen Lernsystem für Menschen mit einer geistigen Behinderung. „Wir wollen Bildung und Ausbildung in ganz normalen Berufen für Menschen mit Behinderungen ermöglichen“, erläutert Peter Liesert, Werkstattleiter der Kasseler Werkstatt und Initiator des neuen Bildungsreferats. Über den sogenannten Berufsbildungsbereich sollen vor allem bei behinderten Jugendliche deren geistigen und motorischen Fähigkeiten ermittelt und diese intensiv gefördert werden. Danach sollen sie gemäß ihren trainierten Fähigkeiten in vornehmlich helferische Berufsfelder ausgebildet werden. 51 junge Menschen mit Behinderungen betreue die Kasseler Werkstatt im Berufsbildungsbereich derzeit. Dagegen gäbe es viele behinderte Werkstattmitarbeiter, die schon seit Jahren in der Kasseler Werkstatt wirtschaftlich verwertbare Arbeit leisteten ohne bislang eine Ausbildung erhalten zu haben, aber einen Berufsabschluss erreichen könnten. Auch jene sollen über das Bildungsreferat eine Chance bekommen. „Wir werden Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Berufen ausbilden; angefangen in der Hauswirtschaft, über den Gartenbau bis hin zu Produktionshelfern in der Verpackung, Schneiderei oder Matallberufen“, erklärt Volker Alberding (ALTER), der seit 1. September Leiter des Bildungsreferates ist. Alberding ist seit (WIE VIEL JAHREN) ambitionierter Gruppenleiter in der Kasseler Werkstatt.

 

„Oberstes Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen durch eine abgeschlossene Ausbildung aus der finanziellen Abhängigkeit von Sozialhilfe und zu mehr Autonomie in der Lebensführung zu verhelfen“, stellt Ilona Caroli fest. Caroli ist Vorsitzende der Sozialgruppe Kassel e.V., der Trägerverein der Kasseler Werkstatt. „Dieses Ziel werden wir vielleicht nicht bei jedem erreichen, aber durch einen dann höheren Verdienst bei den meisten Ausgebildeten folgt eine geringere Abhängigkeit vom Sozialhilfeträger. Das wird die öffentlichen Kassen nicht unerheblich entlasten“, so Caroli. In jedem Fall erfahre ein ausgebildeter Mensch einen deutlich verbesserten Status. Das steigere wiederum die Lebensqualität desjenigen.

 

Neben den notwendigen fachlichen Kenntnissen müssen Auszubildende zu dem an heute notwendigen Arbeitstugenden des ersten Arbeitsmarktes herangeführt werden. Kontinuierliche Qualität ihrer wirtschaftlich verwertbaren Arbeit und Flexibilität u.a bei den Arbeitszeiten und vielleicht auch wechselnden Einsatzorten sind angesagt.

 

Neben der Ausbildungsoffensive über das neu geschaffene Bildungsreferat für Behinderte bildet die Sozialgruppe Kassel e.V. auch Jugendliche ohne Behinderungen aus. Zum 1. September sind Ausbildungsstellen als Industriekauffrau, Bürokauffrau, Kauffrau für Bürokommunikation und Altenpflegerin besetzt worden. Insgesamt bildet die Sozialgruppe 14 Personen ohne Behinderungen aus.

 

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